Stucktechniken

Verschiedene Arten von Stuckarbeiten

  • Putzarbeiten: Innen- und Außenwände, Gewölbe und Decken werden mit Mörteln verschiedener Arten verkleidet. Bei solchen Arbeiten empfiehlt es sich vorab eine Grundierung auf den Putzträger anzubringen, um anschließend Auftrags- oder Antragsarbeiten zu vollrichten.
  • Zug- und Abdreharbeiten: Zugarbeiten beinhalten das Ziehen und Herstellen von Profilen und Gesimsen. Diese werden entweder an einem Tisch oder gleich vor Ort verrichtet. Bevor dies geschehen kann, müssen Profile entworfen werden. Anhand dessen werden Schablonen erstellt. Es gibt verschiede Schablon-Arten:
  • Tischschablone: Dient für gerade Tischzüge und setzt eine gerade Führungsleiste voraus. Diese werden mit einem Schlitten und Läufer gezogen. Sie haben den Vorteil, dass die Arbeit leichter zu vollrichten ist, als an einer Wand oder Decke.
  • Deckenschablone: Wird für gerade oder vertiefte Profile an der Decke genutzt.
  • Kopfschablone: Kleine Eckgesimse oder Gesimse an gebogenen Bereichen werden damit gezogen
  • Eckschablone: Eignet sich für Eckgesimse zwischen Decken und Wände.
  • Scharnierschablone: Wird für gleichmäßigen aber schmalere Zieharbeiten für Profile benötigt
  • Hochdruckschablone: Sollte bei Tischzügen keine feste Führung möglich sein, wird diese Methode genutzt. Hierbei wird die Schablone regelmäßig nach oben gedrückt.
  • Gegendruckschablone: Bei dieser Methode wird die Schablone gegen die Wand gedrückt, bzw. bei Kuppel oder Eckgesimse.
  • Radiusschablone: Zum Ziehen ovaler oder runder Gesimse.

Abdreharbeiten werden ebenfalls abgezogen; sie sind für Kugeln oder Säulen notwendig.

  •  Antragearbeiten: Ist ein schneller Arbeitsgang, welches sehr gutes handwerkliches Geschick benötigt. Hierbei wird die noch weiche Stuckmasse angetragen. Diese Methode wird bei plastischen Stuckelemente an Ort und Stelle verübt.
  •  Kunstmarmorarbeiten: In diesem Bereich werden verschiedene Marmorarten imitiert. Stuckleisten erhalten marmorierte Strukturen und/oder werden dementsprechend bemalt.
  • Versetz-, Guss- und Formarbeiten: Das bedeutet, dass in diesem Arbeitsschritt Negativformen aus Gips oder Ton nach einem Modell hergestellt werden. Diese entstehenden Einzelteile werden dann mit Schrauben oder Dübeln an Wände oder Decken montiert.
  • Gipsschnitt: Für figürliche oder künstlerische Ausarbeitung geeignet. Mit Hilfe einer Negativform werden Formen auf einer vorgegossenen Platte aus Modellgips eingeschnitten und dann angebracht.